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Kiliani-Quelle seit 60 Jahren staatlich anerkannt

Ihr Heilwasser machte Windsheim zum Heilbad. Bad Windsheim ist heute "Frankens Quelle der Gesundheit".

Trinkbrunnen Kiliani-Quellwasser in Dr. Becker-Klinik, Foto: Kurquellen GmbH Bad Windsheim.

Ende Januar rief sich ein, auf den ersten Blick kleines Jubiläum mit doch großer Bedeutung für das Heilbad-Daseins von Bad Windsheim ins Bewusstsein. Pandemie-bedingt konnte ihm nur in aller Stille gedacht werden.

In der Geschichte des Gesundheitsstandortes – heute „Frankens Quelle der Gesundheit“ – jährte sich der Tag, an dem die Kiliani-Quelle ihre staatliche Anerkennung erlangt hat, zum 60. Mal.

Ein Jahr nachdem die Stadt diese beantragt hatte, kam der Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern. Dieser hatte es wahrlich in sich: der Weg zur Bad-Prädikatisierung und damit zum Heilbad war geebnet. Die 400 D-Mark Verfahrensgebühr waren nicht mehr der Rede wert. Die Stadt reichte umgehend die Anerkennungsunterlagen ein.

Nur fünf Monate später, am 20. Juni 1961, wurden die Mühen belohnt: aus Windsheim wurde Bad Windsheim. Dieses Jubiläum möchten die Verantwortlichen von Stadt und Kurquellen GmbH, die für die im Kurpark geförderten Heilquellen St. Anna und Kiliani zuständig ist, im Sommer gesondert begehen.

Gesundheitliche Bedeutung

Aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung wird das reichhaltige Heilwasser der Kiliani-Quelle wissenschaftlich als Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Quelle eingestuft. Es wird angewendet, um die Gallensekretion anzuregen.

In der Dr. Becker-Kiliani-Klinik am Ende der Schwarzallee wird es an einem Trinkbrunnen in der Nähe des Eingangs zum Dr. Becker Physio-Gym abgegeben und ist dort normalerweise für Klinikbesucher*innen öffentlich zugänglich, Corona-bedingt jedoch aktuell nicht.

Sobald der Zutritt zum Trinkbrunnen wieder uneingeschränkt möglich ist, kann man sich der historischen Bedeutung dieser Quelle für die Bad-Entwicklung unserer Kurstadt mit einem Schluck Heilwasser aus der Kiliani-Quelle in Erinnerung rufen.