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Landesgartenschau 2027

Vorläufiger Planungsstand aus der öffentlichen Stadtratssitzung am 10. Juni 2021 - mit Link zum Fernsehbeitrag

Wagen Sie mit uns einen Blick in die Zukunft! Es gibt erste Pläne für die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim. So könnte es dann in der Gesundheitsstadt Bad Windsheim, „Frankens Quelle der Gesundheit“ aussehen.

Allem voran steht dabei der größte denkmalgeschützte Kurpark Bayerns. Er soll zusammen mit umliegenden landschaftlichen Flächen aufgewertet und neu inszeniert werden – nachhaltig und im Einklang mit dem Natur- und Denkmalschutz.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der folgenden Darstellung um eine Momentaufnahme der aktuellen Überlegungen handelt. Konkrete Pläne, an welcher Stelle was genau entsteht, kann es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben. Der nächste Schritt: Die Auslobung des nichtoffenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs. Hieraus können sich Abweichungen für die Detailplanung ergeben.

 

Die ersten anvisierten Dauerkonzepte für die einzelnen Kurpark-Zonen und das Kurviertel im Überblick:

 

Der vordere Kurpark-Bereich (Entrée/ Auftakt):

  • Mehr Raum für Familien mit einem Erlebnisspielplatz im westlichen Wald mit Baumhäusern und Plateaus.
  • Das umgestaltete Wasserbecken mit Seerosenbrunnen wertet das Herzstück des Kurparks neu auf.
  • Eine Veranstaltungsbühne mit Sitzplätzen lädt ein zu kulturellen Veranstaltungen in Bahnhofsnähe.

 

Der bebaute Kurpark-Bereich mit den Kliniken und Sportanlagen:

  • Weitere Bäume ergänzen die historische, denkmalgeschützte Allee.
  • Die Freianlagen rund um die Kliniken sind naturnah aufgewertet.
  • Die bestehende Bebauung wurde zusammen mit den Freiräumen neu strukturiert.
  • Grüne Übergänge verbinden die privaten und öffentlichen Räume.
  • Versiegelte (Park-)Flächen des Tennisclubs, des Vitalis Wohnparks und der Dr. Becker Kiliani-Klinik sind durchgrünt.
  • Landschaftsarchitektur: Die Tennisanlage fügt sich besser ein.
  • Ein Biergarten lädt an der Tennisanlage zum Verweilen ein.

 

Der zentrale Kurpark-Bereich mit Ost-West-Wegeverbindung:

Die Fußwege in den Kurpark – von den Wohngebieten im Westen und vom Kurviertel im Osten sowie zwischen diesen – sind besser einsehbar und einladender.

So könnten wir das erreichen:

  • Die Garagenhöfe am Gradierwerk fallen weg, die Fläche wird entsiegelt.
  • Die östliche Zufahrt zu Reichel’s Parkhotel wird nach Süden verlagert. Ggf. gibt es eine gemeinsame Zufahrt mit der AWO Klinik zur Solequelle.
  • Die Stadtgärtnerei wird auf dem Gelände der ehemaligen Schafsscheune in Fahrtrichtung nach Oberntief neu gebaut. Ggf. wird sie als Orangerie geöffnet mit einem weiteren gastronomischen Angebot im westlichen Stadtgebiet. Das bisherige Stadtgärtnerei-Areal wird Teil des öffentlichen Kurparks.  
  • Damit die denkmalgeschützte Struktur des Kurparks erhalten bleibt, werden Freizeit- und Sport-Angebote im westlichen Bereich gebündelt und auf den Flächen nördlich der Tennisanlage ergänzt.

 

Der hintere, landschaftliche Kurpark-Bereich:

  • Die großzügigen, naturnahen Wiesen und Bäume bleiben erhalten. Eingegriffen wird nur gering, z. B. werden Wege aufgewertet und flexible Sitzmöbel ergänzt.
  • Vergleichbar mit dem Englischen Garten in München laden die Wiesen zum Freispiel ein.
  • Sportgeräte für Erwachsene finden am westlichen Rand ihren Platz.
  • Eine attraktive Wegeverbindung ermuntert zu einer Wanderung auf dem Steigerwald-Panoramaweg.

 

Das Kurviertel-Zentrum -

Grünfläche am Gradierwerk bis KKC-Vorplatz:

Das Kurviertel als „nachhaltiger Garten“ ...

  • Die bisher stark versiegelte Erkenbrechtallee wird zur Grünen Allee, gegliedert durch Bäume, Hecken, Gräser und Wasser.
  • Der KKC- und Franken-Therme-Vorplatz, auch bekannt als Platz der 12 Winde, wird grün, ebenso die Flächen auf der Rückseite des Hotels Pyramide.

… für Freizeit und Erholung:

Die zentrale Grünfläche mit Kneippanlage und Gradierwerk  nahe der Seniorenresidenz und der Wohnbebauung an der südlichen Erkenbrechtallee wird …

  • zur generationenübergreifenden Freizeit- und Erholungsfläche.
  • untergliedert durch Bäume, Hecken, Gräser und Wasser.

… wegweisend:

  • Barrierefreie Wegebeläge laden Jung und Alt ein, einen Rundgang durch den Kurpark zu unternehmen. (Radfahrende können ggf. an einer Stelle im Kurpark queren.)
  • Das westliche Stadtgebiet und Külsheim sind sichtbar verbunden.

 

Die östliche, unbebaute Fläche bis Külsheim:

  • Bestehende Parkplätze am KKC wandern in ein Parkhaus bzw. auf ein Parkdeck, damit weitere Flächen entsiegelt werden können.
  • Ein begrüntes Parkdeck könnte ggf. flächensparend Lärmschutzwälle  ersetzen.
  • Bleiben Lärmschutzwälle bestehen, so könnte auf ihnen eine Aussichtsplattform mit Blick auf den Steigerwald im Norden und die Türme der historischen Altstadt im Süden errichtet werden.
  • Der Phoenix-Reisemobilhafen kann ebenfalls ökologisch gestaltet und weiterentwickelt werden.
  • Ökologisch wertvolle Wiesen gehen in die umliegende Landschaft über, Landschaftssee und Retentionsbecken werden daran angepasst.

Und auf nach Külsheim …

… auf einem Weg entlang des dann renaturierten Kühwasengrabens

… und von der Erkenbrechtallee aus entlang begrünter Baumreihen.

 

Die Verbindung in die historische Altstadt

  • Gut zu Fuß: Kurpark, Bahnhof und Altstadt werden möglichst barrierefrei verbunden. Am Bahnhof kann man im optimalen Fall ebenerdig queren.
  • Freundlich und einladend: am Bahnhof entsteht ein großzügiger, heller Übergang in den Kurpark.

 

Entwicklung Wallgarten-Kranz und ehemaliges Kochbräu-Areal

Auf dem Weg in die historische Altstadt finden Besucherinnen und Besucher Erholung, Spielflächen und evtl. öffentliches Gärtnern auf kleinen Park-Inseln in den städtischen Wallgärten.

Näheres zur Entwicklung auf dem vormaligen Kochbräu-Areal wird noch bekanntgegeben.

 

Landschaftliche LGS-Flächen rund um Bad Windsheim

  • Plateau am Weinturm: Winzer aus der Region bieten z. B. abendliche Weinfeste an, mit Blick auf den historischen Stadtkern und die Landschaft.
  • „Blühender Golfplatz“ für ein gesünderes Leben: Angebotspakete für Sport und Bewegung im Freien, Ausstellung zum Thema „Golf und Natur“.
  • Streuobstwiesen in Richtung Gräf: Ausstellung zu ihrer Bedeutung in der Region.
  • Naturparadies ehemalige Gipsgrube „Katzenloch“: Ausstellung zur Geschichte des Gipsabbaus in der Region.

Sie haben Anregungen? Gerne nehmen wir diese entgegen. Wenden Sie sich dazu bitte direkt per E-Mail an Ersten Bürgermeister Jürgen Heckel: buergermeister@bad-windsheim.de.

 

Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Der Stadtrat hat Ende Juni in nicht öffentlicher Sitzung die städtischen Vertreter für den Aufsichtsrat der „Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH“ benannt. Die beiden Geschäftsführer der Gesellschaft sind Jennifer Münch, Leiterin des Sachgebiets Hochbau, für die Stadt Bad Windsheim und Robert Sitzmann seitens der Bayerischen Landesgartenschau GmbH.

Erster Bürgermeister Jürgen Heckel setzte durch, dass alle Fraktionen im Aufsichtsrat vertreten sind: Bernhard Kisch (CSU), Annette Wild (FWG), Gerhard Koslowski (WiR), Silke Städtler (Liste Land), Matthias Oberth (SPD) und Sebastian Göttfert (Grüne). Für Bad Windsheim wurde damit eine Ausnahme gemacht: Es durften mehr Personen als üblich benannt werden.

Insgesamt umfasst der Aufsichtsrat 13 Mitglieder. Mit dem Vorsitzenden in Person des Bürgermeisters ist die Stadt mit sieben Personen vertreten. Fünf weitere Mitglieder stellt die Bayerische Landesgartenschau GmbH, einen Vertreter entsendet zudem das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Letztlich könne man eine derart bedeutende Aufgabe für die Stadtentwicklung nur im Team bewältigen, betont Bürgermeister Jürgen Heckel.

Die nächsten Schritte war die Ausgestaltung des Durchführungsvertrags zwischen der Stadt Bad Windsheim und der bayerischen Landesgartenschaugesellschaft sowie die notarielle Beurkundung und Gründung der Durchführungsgesellschaft "Bayerische Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH". Auch der Aufsichtsrat konstituiert sich. (Stand: 12. Juli 2021)