Aktuelles

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021

Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege: Offenes Angebot und qualifizierte Themenführungen von 13 bis 17 Uhr

Das Thema in diesem Jahr:

Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege


Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Freunde, Förderer und treue Gäste dieser jährlich wiederkehrenden Veranstaltungsreihe,

ich erachte es als äußerst erfreulich, dass für Sie wieder eine große Programmvielfalt zum Tag des offenen Denkmals in Bad Windsheim zusammengestellt wurde.

So können Sie nun aus einem großen “Blumenstrauß“ an Möglichkeiten, die für Sie interessantesten passenden oder auch abwechslungsreichsten Örtlichkeiten und Veranstaltungen auswählen. Besonders erwähnenswert ist auch, dass unter anderem die Ortsteile, das Fränkische Freilandmuseum, Anwesen von Privatpersonen, Familien und Geschäften Bestandteil sind und zur Abrundung Stadtführungen der Kur-, Kongress-, Touristik GmbH angeboten werden.

Meinen Dank spreche ich allen aus, die sich aktiv beteiligen und der Vorsitzenden des Fördervereins Klosterchor und historische Stadtbibliothek, für die Zusammenstellung der vielen Programmpunkte. Den Besuchern wünsche ich daher besonders spannende und abwechslungsreiche Erlebnisse. Lassen Sie sich auf die individuelle Geschichte der verschiedenen Gebäulichkeiten ein und eventuell ist es Ihnen ja vergönnt, dass Sie kurzfristig in eine andere Zeitepoche dabei abtauchen können.

Wenn Sie selbst Interesse an einer Sanierung in den verschiedenen Sanierungsgebieten der Stadt Bad Windsheim, bzw. bei Dorferneuerungsmaßnahmen haben, so stehen Ihnen durchaus viele Förderprogramme zur Verfügung. Ich möchte nur an unsere städtischen Programme, das Fassadenprogramm, das Geschäftsflächenprogramm, Ordnungsmaßnahme und Freiflächengestaltung oder vollumfassend das Gesamtmodernisierungsprogramm in den Fokus stellen.

Ich wünsche Ihnen nun, auch im Auftrag des Stadtrates, schöne Stunden und dass Sie im Nachgang erfüllt und mit positiven Eindrücken an Ihren Besuch zurückdenken.

Ihr

Jürgen Heckel

Erster Bürgermeister


 

Und nun zum Programm ...

 

Musikalische Einstimmung am Vorabend

11. September 2021, 19.30 Uhr in der Seekapelle Bad Windsheim
Erstes Konzert an der restaurierten Bodechtel-Orgel von 1766/77
Werke von J.S. Bach, Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel u. a. An der Orgel: Christian Glowatzki, Bad Windsheim
Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde

 

Stationen am Tag des offenen Denkmals

geöffnet von 13.00 bis 17.00 Uhr

 

Fränkisches Freilandmuseum - Eingang West (Parkplatz am Schwimmbad) 

Restauratorenwerkstatt:

Museumsrestaurator Frank Wittstadt setzt historische Türen instand und steht Rede und Antwort.

Tabaktrockenscheune:

Die wiss. Volontärin des Freilandmuseums, Johanna Kemmler, zeigt (von außen) die 1927 erbaute Tabaktrockenscheune aus Unterreichenbach (Ortsteil von Schwabach), eines der eindrucksvollsten technischen Gebäude im Freilandmuseum. Sie erklärt die Funktionsweise des Gebäudes, vor allem den Mechanismus der Trockenöffnungsklappen, und stellt das Gebäude in den Kontext weiterer historischer Gebäudebeispiele aus den fränkischen Tabakanbaugebieten. Der stellvertretende Museumsleiter Dr. Markus Rodenberg gewährt einen – wenn auch aus Sicherheits- und konservatorischen Gründen nur eingeschränkten – Einblick in die Tabaktrockenscheune und die dort verwahrten Bestände historischer Türen. Einige Türblätter werden an geeigneter Stelle gezeigt und in ihrer Bedeutung erklärt.

Eingelagerte Scheune aus Reuth am Wald

(Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen): Der stellvertretende Bauhofleiter des Freilandmuseums, Leif Henninger, wird am Standort der eingelagerten Wandteile der 1715 erbauten und 2013 für das Freilandmuseum abgebauten Scheune sein, deren Wiederaufbau auf dem Museumsgelände ab 2022 vorgesehen ist. Hier wird zum einen die Baugeschichte des Gebäudes erklärt und zum anderen auf die Translozierungstechnik eingegangen.

 

Baugruppe Stadt des Fränkischen Freilandmuseums:

Holzmarkt 14, „Gasthaus Zum Hirschen“ ...

errichtet 1358/59, erweitert 1764

Ein ursprünglich zweigeschossiger, giebelständiger, länglicher Kernbau fränkischen Fachwerks. Expertenführung durch das Dachgeschoss mit dem Leiter des Freilandmuseums Dr. Herbert May.

... und Eingang Hirschengasse

Besichtigung Frey‘s Garten: Auf dem Anwesen befindet sich ein aufwendig saniertes, ehemaliges Stall- und Werkstattgebäude mit preußischem Kappengewölbe, datiert 1828.

Holzmarkt 3/ Schwalbengasse: "Vom Schlachthaus zum Guten Ort" - Decide und Cafe Utopia

Besichtigung: Ein Grundstück. Ein Gebäude. Zwei Adressen. In der Schwalbengasse befindet sich der Eingang zum Café Utopia und seiner Kaffeerösterei. Zum Holzmarkt hin erstreckt sich das Bürogebäude der Agentur Decide. Junge Menschen gestalten hier Inhalte fürs Web, betreiben das Café und schaffen einen entspannten Treffpunkt. Aber welche Geschichte erzählt uns dieser Ort? Bis 1920 stand am Holzmarkt die 1419 erstmals erwähnte „Kleine Roßmühle“ der ehemaligen Reichsstadt Windsheim. Hier wurde über Jahrhunderte Mehl für die Bürger der Stadt gemahlen. Ab 1875 wurde hier über 130 Jahre eine Metzgerei betrieben. Wie kann an die Geschichte des Ortes erinnert werden? Wie bleibt Stadt lebendig? Was ist die Vision? Am Tag des offenen Denkmals laden wir Sie herzlich ein. Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick ins Kaffeehandwerk und Sie können einen Blick hinter die ein oder andere Kulisse werfen.                                                                                                    

Historische Altstadt

Krämergasse 3: Historische Kelleranlage                                 

Besichtigung mit den Eigentümern Achim und Andrea Enders, außergewöhnlich großer und hoher, hallenartiger Keller mit Tonnengewölbe, 1731 über älterem Kern

Pastoriusstrasse 8: Gerhard Rießbecks Kino-Umbau zum Atelier

Besichtigung: Das ehemalige Kino, die aus den 1920er Jahren stammenden „Central Lichtspiele“, ist jetzt umgebaut: aus dem Kino ist ein „Atelino“ geworden, denn der Maler Gerhard Rießbeck hat nun sein Atelier in den deutlich veränderten Räumen; dazu kommt ein Präsentationsraum und ein Bilderlager. Trotz des aufwändigen Umbaus sind Reminiszenzen an das ursprüngliche Kino an manchen Stellen bewusst deutlich sichtbar geblieben.

Hainserwall 10a: Hölzerne Fachwerkschupfe, Mitte 15. Jhd.

Besichtigung, Scheunenumbau zu Büro, Richard Kapfenberger, ehemaliger Brauereianbau von 1711, Kegelbahn von 1863

Seekapelle in der Seegasse

1400-02, 1462 Turmhelm, 1725 barocke Erneuerung Dachbodenkonstruktion, teilweise noch aus dem 15./16. Jahrhundert, Führung durch Architekt Walter Schwarz                                                

Seegasse 27, Reichsstadtmuseum im Ochsenhof 

1537Windsheimer Kastenbau als Getreidespeicher, in den folgenden Jahren Armenhaus, Jugendherberge, während der NS-Zeit HJ- und BDM Heim, Wohnhaus für sozial schwache Familien, Sonderausstellung zur Grundsteinlegung des Fränkischen Freilandmuseums, 1981 Heimatmuseum, 1994 umbenannt in Reichsstadtmuseum im Ochsenhof. Führung durch den 2. Vorsitzenden Rainer Volkert, Verein Alt Windsheim.

Spitalwall 16, das FabLab in der Schneiderscheune

Zehntscheune 1565, Umbau zum Jugendtreff 1995/96, heute mit FabLab;

Es wird gezeigt, wie Rosetten mit dem 3D-Drucker entstehen, die in der Denkmalpflege Verwendung finden …. Außerdem wird über die neuen Technologien berichtet.

 

Eine Auswahl der Stationen sehen Sie in den Impressionen am Ende dieser Seite.

 

Außerdem:

Qualifizierte Altstadtführungen                    

Treffpunkt Klosterplatz 3, ehem. Augustinereremitenklosterkirche 1291, Umbau Klosterchor 1616, seit 1623 historische Stadtbibliothek, Denkmal von nationaler Bedeutung seit 2021               

Führungen durch die historische Altstadt

Start: 13 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr

Dauer: ca. 1 Stunde                                     

Wichtig: Vorherige Anmeldung auf der Webseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz!

 

Weitere Stationen in Bad Windsheimer Ortsteilen

Ickelheim, Weedgasse 4: Wohnstallhaus von 1680/81

Führung durch das EG durch die Hausbesitzer Alexandra und Winfried Ulm: In der Befunduntersuchung wird das Objekt Weedgasse 4 als einstöckiges Fachwerkhaus (Langhaus mit integriertem Stall - Wohnstallhaus) bezeichnet. Lt. dendrochronologischem Befund wird das Haus nach 1671 datiert (keine Waldkante). Der hintere Hausteil (Stall) mit Giebel ist etwa in die Mitte des 19. Jhd. einzuordnen.

Külsheim, Schloßstraße 5: "Schein und Sein" einer Fassade

Führung durch Hausbesitzerinnen Corinna Iseler-Oesterer und Dr. Katharina Iseler: Der zweigeschossige Traufseitbau von 1746 in der Ortsmitte von Külsheim diente in der Vergangenheit als Sitz der Schloßverwaltung sowie als Gasthaus. Er wurde von 2009-2019 instandgesetzt. Das Haus schien zuvor unbewohnbar - dennoch wagten die Eigentümerinnen sich an die Sanierung, die 2020 mit dem Denkmalpreis des Bezirk Mittelfranken prämiert wurde. Das Thema des Tages, "Schein und Sein", lässt sich an der Fassade wiederfinden: Das Obergeschoss wurde in der Barockzeit aus einfachem Fachwerk errichtet und anschließend verputzt, um den Schein eines Steinhauses zu erwecken.

Külsheim, Schloßstraße, Zehntscheune von 1662

Ausstellung Schlepper und Gerät, Trachten- und Geselligkeitsverein „Frohsinn“, Bewirtung durch Landfrauen und Dorfjugend Külsheim

 

Musikalischer Ausklang

im Klostergarten am Klosterplatz, 18 Uhr

Blaue Stunde mit Matthias Kaiser, alias Matt"the Cat"Kaisman, Solo-Saxophon-Darbietungen aus dem Jazz/Rock/Pop-Bereich.

 

Eintritt in die Museen, Veranstaltung und Führungen sind frei.

Es gelten die aktuellen Hygienevorschriften.