Das Stadtarchiv ist derzeit leider geschlossen (unabhängig von Corona) Die Bearbeitung von externen Anfragen ist wahrscheinlich erst wieder ab Juli 2021 möglich

Aufgrund einer internen Umstrukturierung und eines anstehenden Stellenwechsels können im Stadtarchiv Bad Windsheim derzeit keine externen Anfragen bearbeitet werden. Die Wiederaufnahme des Betriebs erfolgt voraussichtlich im Juli 2021. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Historische Darstellung zum Kriegsende 1945 in der Stadt Windsheim Vorstellung der Neuerscheinung von Ulrich Herz

„Das Kriegsende 1945 in der Stadt Windsheim. Historische Fakten. Erinnerungskultur?“ So lautet der Titel der neuesten Arbeit des Historikers Ulrich Herz. Sie beschreibt im ersten Teil präzise die Ereignisse des April 1945, als die Stadt Windsheim unter teils dramatischen Umständen vom Krieg überrollt wurde. Das Schicksal der Stadt und ihrer Bevölkerung wird ebenso dargestellt wie die militärische Entwicklung. Auf der Basis der vorhandenen, teilweise bisher nicht ausgewerteten Quellen werden die historischen Ereignisse beschrieben, analysiert und, wo nötig, in einen größeren Kontext eingeordnet. Dabei werden auch die ersten Wochen unter amerikanischer Besatzung dargestellt.

Nach diesem, die historischen Fakten in den Mittelpunkt stellenden Teil wendet sich die zweite Hälfte des Buches dem Thema Erinnerungskultur zu. Hier geht es um die Frage, wie man nach 1945 bis heute mit dem schwierigen Datum des Kriegsendes 1945 umging. Wurde eine historische Erinnerung praktiziert? Welcher Art war sie? Fand eine juristische Aufarbeitung der Verbrechen der letzten Kriegstage statt? Wie ging sie vonstatten? Wie standen die Angeklagten zu den Vorwürfen, die gegen sie erhoben wurden? Wie deuteten die örtliche Bevölkerung und die Geschichtsschreibung die Geschehnisse der letzten Kriegstage? Welchem Wandel war die Erinnerungskultur im Laufe der Zeit unterworfen? Diese und ähnliche Fragen werfen einen genauen Blick auf die gesellschaftliche Befindlichkeit der Jahre nach 1945.

Ziel der Arbeit ist es also, relativ kompakt, aber gründlich und detailliert die Historie der letzten Kriegstage und des Umgangs mit ihr aufzuarbeiten. Bezogen werden kann das Werk beim Autor Ulrich Herz (Tel. 09841 5235) oder bei der Buchhandlung Dorn.

Ulrich Herz


Vereinsunterlagen von aufgelösten Bad Windsheimer Vereinen gesucht

Das Stadtarchiv Bad Windsheim hat ein generelles Interesse daran, Unterlagen von aufgelösten Vereinen zu übernehmen und zu sichern. Vereine prägen das Leben einer Stadt, sie greifen in das Stadtgeschehen ein und beeinflussen die Stadtentwicklung, so auch in Bad Windsheim.

In der heutigen Zeit endet manches Vereinsleben aufgrund fehlenden Nachwuchses und die Dokumente, welche die Vereinstätigkeit belegen, verschwinden in der Versenkung oder werden vernichtet. Dem möchte das Stadtarchiv Bad Windsheim entgegenwirken und startet daher den Aufruf:

Übergeben Sie alte Vereinsunterlagen dem Stadtarchiv!

Hier werden sie auf Dauer verwahrt und gesichert. Die Dokumente dienen kommenden Generationen als Quellen zu stadtgeschichtlichen oder biografischen Forschungen.

Bitte melden Sie sich entweder telefonisch unter der Nummer
09841 66 89-150 oder per E-Mail an stadtarchiv@bad-windsheim.de.  


Die alte Stadthalle schreibt Geschichte - schreiben Sie mit! Publikation zur Geschichte der Halle ist in Planung

 

Die alte Stadthalle wich kürzlich dem Zukunftsprojekt „Kletterhalle“. Doch in Vergessenheit geraten soll sie nicht - deswegen hat sich ein Redaktionsteam gebildet, welches dafür sorgen möchte, dass die alte Stadthalle ihre rund 85-jährige Geschichte noch möglichst lange erzählen kann. 

Mitglieder des Redaktionsteams sind u.a. Zweite Bürgermeisterin Alexandra Horst, Dritter Bürgermeister Ronald Reichenberg, Stadtarchivarin Susanne Lang, aktuelle und ehemalige Stadträt*innen, der Historiker Ulrich Herz, Vertreter von Vereinen, Diplom-Designer Armin Höhn...

Was ist besonders an der alten Stadthalle?

Sie wurde Mitte der 1930er-Jahre von den Nationalsozialisten erbaut und diente zunächst als Veranstaltungshalle eines Lagers des Reichsarbeitsdienstes.

Genutzt wurde sie im Laufe ihrer Geschichte reichlich verschieden:

  • Sie diente für Schul- und Sportaktivitäten.
  • Sie war Magnet des Vergnügens bei Faschings- und Tanzveranstaltungen.
  • Sie beherbergte Kulturangebote wie Konzerte, Kabarett und Theater.
  • Sie war Dreh- und Angelpunkt des Handels: bei Märkten, Ausstellungen, Moden- und Tierschauen war stets viel geboten.
  • Sie war Schauplatz von Feierlichkeiten: unter ihrem Dach gestalteten Vereine ihre Jubiläen, Schulklassen ihre Abschlussfeiern und Brautpaare ihre Hochzeiten.
  • Sie ist Zeitzeugin der politischen Geschichte Windsheims gewesen: vom SS-Kameradschaftstreffpunkt nach ihrem Bau bis zum Corona-Testzentrum im Frühjahr 2020.

Dies möchten die Aktiven umfangreich dokumentieren. Dafür soll möglichst viel Material, aber auch noch nicht niedergeschriebene Erinnerungen und Zeitzeugen-Wissen gesammelt werden. Als Leihgaben gefragt sind z. B. Fotos, Plakate, Eintrittskarten, aber auch Anekdoten und Bekanntes zu besonderen Ereignissen und Vorkommnissen. Sodann hoffen die Macher*innen, aus dem Vollen schöpfen zu können.

Wer etwas beisteuern kann und möchte, wende sich bitte an Stadtarchivarin Susanne Lang. Das Stadtarchiv ist vertrauensvolle Sammelstelle. Das eingehende Material wird dort gesammelt, sorgfältig aufbewahrt und zuverlässig zurückgegeben.

Erreichbar ist das Stadtarchiv am Klosterplatz 5, Montag bis Donnerstag, 8 bis 15 Uhr. Bitte melden Sie ihren Besuch telefonisch an unter Tel. 09841 6689-150 oder per E-Mail an stadtarchiv@bad-windsheim.de.

Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!