Aktuelles

Förderprogramm Demografiefeste Kommune Bayerns

Erfolgreiche Teilhabe für Bad Windsheim - Ein Rückblick

Wie Bad Windsheim demografiefest gemacht wird –

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger trägt Früchte

 

Mit dem Projekt „Demografiefeste Kommune“ unterstützt das Bayerische Finanz- und Heimatministerium Gemeinden dabei, sich zukunftssicher aufzustellen.

Die Stadt Bad Windsheim hat sich 2021 erfolgreich für das Förderprogramm beworben und ist als eine von 13 Pilot-Kommunen ausgewählt worden. Das Ergebnis des Programms ist eine praktikable Demografie- und Heimatstrategie für Bad Windsheim, in der die wichtigsten Schwerpunkte festgelegt und mit konkreten Projekten zur Umsetzung hinterlegt sind.


 

Was lief? Was wurde erreicht?

 

Der Weg dorthin wurde in den vergangenen Jahren (2022 bis 2025) zurückgelegt. Es wurde eine Demografie-Analyse durchgeführt, in der untersucht wurde, welche Herausforderungen es in verschiedenen Bereichen in Bad Windsheim gibt (z.B. Bildung, Wirtschaft, Wohnen, Gesundheitsversorgung, Vereine und Ehrenamt).

Bürgerinnen und Bürger wurden aufgerufen, Ihre Ideen, aber auch Stärken und Schwächen, sowohl über die digitale Beteiligungsplattform „Wikimap“ als auch bei einem Workshop vor Ort einzureichen.

Bei der Bürgerbeteiligung standen folgende Themenbereiche im Fokus:

  • Arbeiten + Wohnen + Freizeit
  • Von der KiTa bis zum Ziel Hochschulstandort
  • Vereine + Ehrenamt + Ortsteile
  • Gesundheit + Tourismus
  • Nachbarschaftshilfe

Dabei ging es stets darum, das (Vereins-)Leben, den Zusammenhalt und die Integration der Gesellschaft  in der Stadt und den Ortsteilen stärken.


 

Digitale Beteiligung via “Wikimap”

 

Interessierte hatten die Möglichkeit, in einer interaktiven Karte (Wikimap) ihre persönliche Meinung mitzuteilen, wertvolle Hinweise zu Stärken und Schwächen einzubringen, Projektideen für Bad Windsheim vorzuschlagen und hierzu in den Austausch mit anderen Teilnehmenden zu treten.

Wo drückt der Schuh? Was sollte erhalten werden?

In der Wikimap konnten die Bürgerinnen und Bürger Orte markieren, kurze Texte oder Fotos einstellen und die bereits vorhandenen Einträge einsehen und kommentieren. Die Punkte konnten verschiedenen Themenfeldern zugeordnet werden. Verbesserungsmöglichkeiten und -bedarfe konnten dargelegt werden („Was sich ändern sollte!“), ebenso gute und zu erhaltende Situationen („Das gefällt mir!“).

Alle konnten mitmachen! Egal wann und egal, ob man in Bad Windsheim wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder seine Freizeit verbringt.

Die zugehörige Website mit Wikimap ist abrufbar unter: www.bad-windsheim-demografiefest.de


 

Jugendzukunftswerkstatt und Nachbarschaftshilfe

 

Jugendliche wurden zu einer Jugendzukunftswerkstatt eingeladen, um gemeinsam über Wünsche der Jugendlichen zu sprechen und auf einer Karte konkrete Projektideen im Stadtgebiet zu markieren. All diese Untersuchungen und Beteiligungen flossen unmittelbar in die Demografie- und Heimatstrategie ein.

Parallel starteten die ersten Projekte in die Umsetzung, mit der sich Bad Windsheim für das Förderprogramm beworben hat.

Seit 2024 gibt es eine Nachbarschaftshilfe. Ein Organisationsteam vernetzt Hilfesuchende mit ehrenamtlichen Hilfeleistenden zu unterschiedlichen Tätigkeiten wie z. B. kleine Fahrdienste, Einkäufe, die Begleitung zum Arzt oder ähnliches. Unterstützt wird die Gruppe von Bad Windsheims Erstem Bürgermeister Jürgen Heckel, der Verwaltung und dem Quartiersmanagement.

Anmeldungen zum Mitmachen in der Nachbarschaftshilfe sind per E-Mail unter nachbarschaftshilfe@bad-windsheim.de möglich oder telefonisch unter 0173 3144971.

Mehr dazu hier.

Gleichzeitig wurde an der Umsetzung von Projektideen aus der Jugendzukunftswerkstatt gearbeitet.


 

 

Öffentliche Information und Beteiligung

 

In mehreren öffentlichen Informationsveranstaltungen wurde ein Blick auf (Zwischen-)Ergebnisse und Projekte geworfen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern konkrete Projektideen zu den, aus dem Prozess abgeleiteten Themenschwerpunkten diskutiert und ergänzt. Ausblicke wurden visualisiert.

 

Der Stadt Bad Windsheim ist sehr daran gelegen die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin einzubeziehen, damit man gemeinsam als lokale Multiplikatoren an einem Strang ziehen und partnerschaftlich an einem lebenswerten Bad Windsheim arbeiten kann.

Bürgermeister Jürgen Heckel möchte sich in diesem Zuge bei allen Aktiven bedanken:

"Mit ihrer Hilfe ist bzw. wird Bad Windsheim zu der lebens- und liebenswerten Stadt, die sie ist. Bad Windsheim kann stolz auf das ehrenamtliche Engagement vieler sein und auf ein reges und gut funktionierendes Vereinsleben und Ehrenamt blicken. Das alles bietet der Bürgerschaft und den Gästen zahlreiche schöne Aktionen, Festivitäten und Orte des sozialen Zusammenseins. Diese tragen nachhaltig zu einem guten Miteinander und zum sozialen Zusammenhalt bei."

 

Mit konkreten Projektideen wurde ausgelotet, wie Bad Windsheim und seine Ortsteile auch weiterhin zu einem lebenswerten Ort gemacht werden können.

Die Verwaltung und das Quartiersmanagement der Stadt Bad Windsheim dankt allen herzlich, die sich auf dem Weg zu einer Demografiestrategie für die kommenden Jahre mit Ideen in den Prozess eingebracht haben.


 

Kostenlose Notfall- und Vorsorge-Mappe
 

Auch die Notfall- und Vorsorge-Mappe ist ein Projekt des Quartiersmanagement-Teams der Stadt Bad Windsheim, entwickelt, umgesetzt und finanziert über das Förderprogramm "Demografiefeste Kommune" des Freistaats Bayern.

Die Stadtverwaltung nimmt damit den Bürgerinnen und Bürgern viel Recherche-Arbeit ab. Alle wichtigen Erstinformationen, Formulare und Quellen wurden zusammengestellt und in einem Druckwerk sowie digital zum Download kostenlos bereitgestellt.

Damit soll einmal mehr in den Vordergrund gerückt werden, dass das Thema gesundheitliche Eigenverantwortung alle Generationen gemeinschaftlich angeht.

Mehr dazu hier.

 


 

Erstellung der Demografie- und Heimatstrategie
 

Ein zentraler Meilenstein im Rahmen des Förderprogramms „Demografiefeste Kommune“ war die Erstellung einer Demografie- und Heimatstrategie.

Sie soll dabei helfen, Bad Windsheim in den kommenden Jahren gut auf die Veränderungen durch den demografischen Wandel vorzubereiten, um ihn aktiv zu gestalten. Die Strategie ist als flexibler Werkzeugkasten gedacht, der regelmäßig überprüft und angepasst werden kann.

Im Juli 2025 wurde der aktuelle Stand dieser Strategie im Stadtrat vorgestellt. Dabei ging es um die Ziele, die sich die Stadt setzt, und um viele Ideen und Vorschläge, die von Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und Fachleuten eingebracht wurden.

Ein wichtiger Punkt war die Auswahl sogenannter Schlüsselprojekte. Das sind besonders wichtige und wirkungsvolle Vorhaben, die einen hohen Beitrag zur Erreichung der gesetzten Ziele leisten.  

Diese Schlüsselprojekte werden mit sogenannten Projektsteckbriefen detaillierter aufbereitet. Diese enthalten u. a. Informationen zu Zielsetzung, Zielgruppen, Umsetzungsschritten, Ressourcenbedarf und möglichen Kooperationspartnern und dienen als Grundlage für die spätere Umsetzung und Fördermittelbeantragung.

Die Fertigstellung der Demografie- und Heimatstrategie für Bad Windsheim wurde für Herbst 2025 angesetzt.

 

Näheres finden Sie auf der Projekt-Website.


 

Hintergrund-Informationen zum Bayerischen Pilotprojekt

 

Das Pilotprojekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat. Es ist / war auf vier Jahre ausgelegt.

Unterstützt wurden u.a. Projekte rund um diese Themen (Auswahl):

  • Erhalt der Lebensgrundlagen
  • Sozialer Zusammenhalt und Ehrenamt vor Ort
  • Mobilität und Verkehr
  • Barrierefreiheit (z.B. Straßenbelag/ Ausbau weiterer Rollator-Spuren)
  • Nahversorgung
  • Ärztliche Versorgung
  • Innenstadtbelebung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Selbständiges Leben im Alter

Die Fördersätze liegen bei bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Dazu kommen bis zu 90.000 Euro für Beratungsleistungen und jährlich 6.000 Euro für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungen.

Der Freistaat möchte ausgewählte Kommunen dabei unterstützen, Herausforderungen rund um den demografischen Wandel zu meistern. Etabliert werden sollen Projekte und Prozesse, die auch über die Förderperiode hinaus bestehen bleiben und weiterentwickelt werden können.

Für Bürgermeister Jürgen Heckel ist die Wahl Bad Windsheims aus mehr als 100 Bewerber-Kommunen „ein hervorragender Beweis, dass wir auf einem guten Weg waren und sind“.

An der Bewerbung mitgewirkt hat das Quartiersmanagement-Duo Markus Jocher und Daniela Pohl von der CIMA Beratung + Management GmbH. Sie waren auch an der Umsetzung und der Entwicklung der Demografie-Strategie beteiligt.