Erkelenz

Zwischen der Stadt Bad Windsheim und der rheinländischen Stadt Erkelenz besteht seit 1994 eine Städtefreundschaft. Zum 25-jährigen Jubiläum wurde 2019 am Wallgraben-Fußgängerüberweg zwischen den Straßen Spitalwall und Westring als Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit ein Mispelbaum gepflanzt.

Der Mispelbaum – ein Zeichen für Stärke im Kampf gegen das Bedrohliche – soll den Zusammenhalt innerhalb Europas symbolisieren. Laut der Erkelenzer Sage von 878 wurde ein feuerspeiender Drache unter einem Mispelbaum aufgespürt und besiegt. In späteren Jahrhunderten trat das „Ungeheuerliche“ nicht mehr im Körper eines fantastischen Tieres ans Licht, sondern durch die Menschen selbst. Die Furcht vor den eigenen Mitmenschen fand in den beiden Weltkriegen ihren Höhepunkt, wobei die Stadt Ende Februar 1945 weitgehend zerstört wurde. Da dieses niemand wieder miterleben möchte, tragen die befreundeten Städte den europäischen Gedanken weiter und erfüllen diese Idee mit Leben. Im gemeinsamen Austausch bei Festen leisten Erkelenz und Bad Windsheim einen Beitrag für ein friedvolles und befruchtendes Miteinander. Deshalb steht am Bahnhofsvorplatz in Bad Windsheim ein Schilderbaum, der anzeigt, in welcher Entfernung und Himmelsrichtung die Partnerstädte St. Yrieix, Este und Erkelenz zu finden sind.

 

Geschichte

In der Zeit zwischen 5300 v. Chr. und 4900 v. Chr. siedelten sich dort Menschen der Bundkeramik-Kultur im Bereich der Stadt an. Dies wurde durch den Fund eines Brunnens, dem ältesten Holzbau der Welt, bei Erkelenz-Kückhoven nachgewiesen. Erstmals erwähnt wird Erkelenz in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto des Großen am 17. Januar 966.

Tradition und Fortschritt

Erkelenz liegt am Schnittpunkt der alten Handelsstraßen zwischen Köln/Roermond und Krefeld Aachen. Die Stadt ist rund 410 km von Bad Windsheim entfernt, 15 km südwestlich von Mönchengladbach am Nordrand der Kölner Bucht auf halbem Weg zwischen Niederrhein und Niedermaas, umrahmt von den Naturparks Maas-Schwalm-Nette und Mittel-Limburg. Erkelenz ist die größte Stadt im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Knapp 46 000 Menschen wohnen zurzeit in Erkelenz auf einer Fläche von 117,35 km² . Damit ist die Stadt in den letzten 40 Jahren um rund 10 000 Einwohner gewachsen. Neue attraktive Wohngebiete - zentrumsnah und in den Dörfern – locken viele Neubürger nach Erkelenz. Modern ausgestattete Schulen, Kitas und Sportanlagen, Spielplätze, grüne Oasen, ein breites Kulturprogramm und zahlreiche Vereine sorgen dafür, dass man gerne hier lebt. Besonders lieben die Erkelenzer den rheinischen Karneval.

Wirtschaft

Ende des 19. Jahrhunderts begann der wirtschaftliche Aufschwung, als der Bohrgeräte-Pionier Anton Raky den Sitz seiner internationalen Bohrgesellschaft von Straßburg nach Erkelenz verlegte. Heute sind neben global agierenden auch kleine und mittlere Unternehmen unterschiedlicher Branchen am Standort Erkelenz zuhause.

Historischer Stadtkern

Reizvolle Gassen führen durch die Erkelenzer Innenstadt. Zu den markanten Gebäuden zählen z.B. das „Alte Rathaus“ (1546), der Lambertiturm (1457), die geldrische Landesburg (1370), das „Haus Spiess“ (1806) und die Neumühle (1799). Die Geschichte hat aber auch viele schöne und bedeutende Spuren rund um Erkelenz hinterlassen. Burgen und Motten (eine Motte ist ein mittelalterlicher Burgtyp in Holzbauweise auf einem künstlich angelegten Erdhügel mit turmförmigem Gebäude, z.B. Wohn- und Wehrturm) sowie Schlösser und Gutshöfe, Mühlen, Klöster und Kirchen zeugen noch heute von der bewegten Geschichte des Erkelenzer Landes.

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Statistik

Einwohner: 44.781

Fläche: 117,35 km²

Partnerschaft besteht seit 1994

Kontakt

Anschrift

Stadt Erkelenz
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Freundeskreis Bad Windsheim – Erkelenz

Ernst Manstein

Mennekrath 13, 41812 Erkelenz, Tel. 02431 73958